Ein Zeitstrahl über unseren Hof bei Freising

Ochse mit Jauchefass

Geschichte.

 

3 Milchkühe, 1 Ochse und 10 Tagwerk Acker 

In dieser Ausstattung übernahmen Leni und Andreas Neumair 1952 den Betrieb. Andreas war zusätzlich zur Landwirtschaft noch als Waldarbeiter tätig und Leni hielt zuhause den Betrieb und das Familienleben am Laufen.
Die Milch wurde damals noch in kleinen Milcheimern gesammelt und zur Abholung an die Molkerei Weihenstephan bereitgestellt.


Bild: Andreas Neumair 1953 mit Ochse beim Befüllen des Güllefasses


Altes Jauchefass

Mit der Zeit wurden die ersten Maschinen gekauft, mehr Land gepachtet und die Kuhherde auf 9 Milchkühe aufgestockt. 

Auf den Äckern baute man das an, was der Mensch zum Leben brauchte. Dazu zählten hauptsächlich Getreidesorten und Kartoffeln. 

Vor allem die Erfahrung über Jahre hinweg und der Austausch unter den Bauern trugen dazu bei, dass Themen, die heute wissenschaftlich aufgearbeitet werden, schon damals aktuell waren. Das Denken in Fruchtfolgen, dass Kulturen Standwortabwechslung brauchen und sich auch gegenseitig beeinflussen können, beschäftigt Leni Neumair bis heute. Berichte im Fernsehen machen sie sprachlos: „Ich kann doch nicht tausende Tiere auf einem Fleck halten und das ganze Getreide verfüttern. Wir haben damals nie über Jahre hinweg die gleiche Kultur auf einem Schlag angebaut. Das ist schlecht für die Pflanzen und den Boden. Der Roggen war damals noch größer als ich!“, erinnert sie sich. Beim Kartoffelhacken musste die ganze Familie mit anpacken.

Bild: Leni Neumair bei der Stallarbeit

Großmutter beim Melken

Georg und Beatrix Neumair übernehmen den Betrieb

 

Sohn Georg übernahm mit seiner Ehefrau Beatrix 1993 den Betrieb. Da aber das Einkommen aus der Landwirtschaft keine Familie mehr ernähren konnte, arbeitete Georg in der Konstruktion für hydraulische Anlagen und konnte so den landwirtschaftlichen Betrieb aufrechterhalten. Auch wenn Georg morgens um fünf aufstehen musste, um die Kühe zu versorgen. Und das gleiche Spiel nochmal nach Feierabend. 

„Ich brauche die körperliche Arbeit daheim als Ausgleich!“, betont er immer wieder. 

Betriebsaussiedlung zum Königsfeld

Im Dorf hatte der Betrieb keine Möglichkeit zu wachsen. Deshalb siedelten Georg und Trixi im Jahr 2002 aus. Am neuen Betriebsstandort „Am Königsfeld“ wurden die Kühe nicht mehr gemolken, sondern mit den Kälbern zusammen als Fleischrinder gehalten. Damals begann man auch mit der Zucht auf die Fleischrasse Blonde d’Aquitaine. Im neuen Stall konnte die Rinderherde auf knappe 20 Mutterkühe mitsamt der Nachzucht wachsen. Sogar für eine große Weide war nun genug Platz.
Seit dem 01.07.2021 wird der Betrieb von Maria und Johann gesellschaftlich geführt.

Seit Februar 2022 wirtschaftet der Betrieb nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus.

Personen.

 

Wir sind Maria und Johann Kirchfeld. Wie es das Schicksal wollte, lernten wir uns im landwirtschaftlichen Studium an der Hochschule in Weihenstephan kennen. Neben dem Studium in Freising leiten wir den Betrieb. Besonders wichtig ist uns, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Der Boden ist unsere Lebensgrundlage, die man erhalten und stärken sollte! Wir versuchen, den Betrieb auf die Direktvermarktung der erzeugten Produkte auszurichten. Ziel ist es, eine Lebensgrundlage für kommende Generationen am Betrieb zu schaffen.